02.12.2026, Beginn: 20:00 Uhr

X!XU (A)

Geprägt von prägnanten und tanzbaren Beats, absurd anmutenden Dissonanzen sowie wohlempfindliche Klangflächen präsentieren die drei Musiker ein vielseitiges Programm, in dem die Spielfreude und auch das ekstatische Ausbrechen eine wesentliche Rolle spielen. Jazz erfreut sich einer Symbiose mit repetitiver Club- und experimentierfreudiger Rockmusik.

Dennoch folgt die Linzer Band einer gewissen Jazztradition, wobei vor allem die Liebe zur Improvisation und zum „freien-musikalischen Ausbrechen“ treibende Faktoren sind.


Kompositionen und Arrangements stammen hauptsachlich aus der Feder des E-Gitarristen Valentin Goidinger. Sowohl spielerisch als auch kompositorisch sind Einflüsse von konträren Jazzmusiker*innen, wie Marc Ribot oder Allan Holdsworth, aber auch von Garage-Rock-Bands, wie den White Stripes, herauszuhören. Komplettiert wird die Band vom E- Bassisten Alexander Matheis und Schlagzeuger Patrick Pillichshammer, welche durch ihre virtuose Individualität einen essentiellen Beitrag zum eigenständigen Sound der Formation beitragen. Gemeinsam hauchen sie ihrer Musik, durch deren intensive Kommunikation miteinander, Leben ein. Spielwitz, übertriebene Soundästhetik und das Jonglieren an der Grenze zur Banalität sind Markenzeichen ihres verspielten Vokabulars.


Diese verschiedenen Zutaten in einen Topf geschmissen ergeben den unverwechselbaren Klang der dreiköpfigen Band, mit welchem sie die Zuhörer*innen in einen einzigartigen Bann ziehen möchte.


Valentin Goidinger – E-Gitarre, Alexander Matheis – E-Bass, Patrick Pillichshammer – Drums


Link: https://www.xixu-music.com/



Foto: Mario Aux


03.12.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Fliegende Haie (D)

ALLE GEHN DUMM - TOUR Kuck dir die Welt doch an: Alle gehn dumm. Smartphone-Zombies, emotionaler Leerstand, machtbesessene Despoten. Zeit, den Laden anzuzünden und alles auf Reset, finden Fliegende Haie: Wenn schon dumm gehen, dann richtig! Ausrasten, durchtanzen und schweißnass Hymnen hinausschreien für eine bessere Welt.

Unterdrückung von Frauen, mentale Gesundheit, sexuelle Unfreiheit – Haie reißen Wunden auf, denn wir haben keinen Bock, dass morgen noch alles so ist wie heute. Also Blutrausch an und die Issues zermahlen im Revolvergebiss. Dazu Bässe, die Beine wegreißen wie der Weiße Hai.


Der Haie-Hyperpop ist seit der letzten Tour 2025 düsterer geworden, doch live energiegeladen wie eh und je: Instant wirst du hineingesogen in eine Artshow, die das Salzwasser aus deinen Poren drückt, bis sie dich als neuer Mensch wieder ausgespuckt. Durchgeschüttelt, wachgerüttelt, aber glücklich. Nur was blutet, kann auch hailen.


---


Der Flug der Haie begann als unverbindlicher One Night Stand. Doch das Schicksal wollte mehr von den beiden und gemeinsam entdeckten sie, dass ihre Flossen auch als Flügel funktionieren und sie so das Haifischbecken, in dem wir alle schwimmen, unter sich lassen können.


Seither filetieren die beiden Raubfische aus der Vogelperspektive zeitaktuelle Themen wie Geschlechterrollen, sexuelle Selbstbestimmung und mentale (Nicht-)Gesundheit. Mit scharfen Beißern und untrüglichem Gespür für offene Wunden der Gesellschaft packen die Fliegenden Haie zu bei vermeintlichen Tabuzonen.


Scharf geschliffener Electro Pop mit Message, bissig und ballernd; dazu eine liebevolle Show, positively weird, sexy und theatralisch: Wer ein Haie-Konzert besucht, findet sich in einem Raubfisch-Tornado wieder, der zu Herzrasen führt – vor Freude und Adrenalin.


---


Foto: Maxim Kaiser


17.12.2026, Beginn: 20:00 Uhr

Archive Pleasure Social Club

TBA

Das Institut 16 Jazz- und Popularmusikforschung der Kunstuni Graz
hütet 50.000 Schallmedien, die seit den 1960er Jahren gesammelt und
durch die Privatarchive von Dietrich Schulz-Köhn (Jazzexperte) und
Ekkehard Jost (Musikwissenschaftler) erweitert wurden.


Für den Archive Pleasure Social Club ziehen Mitarbeiter*innen des
Instituts einmal im Monat eine Selektion aus den Kästen und machen sie
im Café Wolf körperlich erlebbar. Dabei werden die Mechanismen
ausgeschaltet, die das Akademische oft vom Sinnlichen entfernen.


Foto: KUG